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BZG Schwäbischer Wald

Gesundheit

Wenn man sich einen Hund anschafft muss man sich unweigerlich immer wieder mit dm Thema Gesundheit auseinander setzten.
Dies beginnt bereits schon bevor man sich den kleinen Liebling ins Haus holt und endet praktisch nie.

Hier wollen wir eine kleine Zusammenstelung hilfreicher und wissenswerter Informationen bieten.

Für Hunde giftige Lebensmittel

Einige Lebensmittel die für Menschen verträglich oder sogar gesund sind, können bei Hunden zu starken Vergiftungserscheinungen oder sogar zum Tod führen. Die hier aufgelisteten sollte man stehts im Kopf behalten.

Weintrauben

Weintrauben & Rosinen

Ursache: Durch den Verzehr von Weintrauben wird der Kalziumgehalt des Blutes sowie die Nierenwerte drastisch erhöht. Die genaue Ursache hierfür ist noch umstritten.
In Rosinen sind die Inhaltsstoffe aufgrund der Trocknung konzentriert, wodurch ihr Verzehr für Hunde noch verherendere Folgen haben kann.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Lethargie, verringerter Urinabsatz, Nierenversagen

Toxizität: Genaue Werte sind noch nicht ermittelt aber amerikanische Forscher schätzen, dass ca. 11,6 Gramm Trauben pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes zu Vergiftungserscheinungen führen können. Das bedeutet für einen ca. 35 kg schweren Hund wirken bereits 406 g Trauben vergiftend. Für Rosinen ermittelten britische Wissenschaftler, dass etwa 14 g/kg Körpergewicht zum Tod eines Labrador Retrievers geführt haben.

Weintrauben

Knoblauch, Zwiebel und diverse Lauchgewächse

Ursache: Die oben genannten lauchgewächse enthalten für hunde giftige Schwefelverbindungen ( N-Propyldisulfid, Allylpropylsulfid) welche beim Hund zur Hämolyse führen. Das heißt die roten Blutkörperchen platzen auf..

Symptome: Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie (Blutarmut, blasse Schleimhäute), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und Beschleunigung von Herzschlag und Atemfrequenz

Toxizität: Schon eine mittelgrosse Zwiebel egal ob roh, gekocht oder getrocknet, kann einen kleinen Hund ernsthaft schädigen. Auch regelmässige Fütterung kleiner Mengen Knoblauch können zu einer lebensbedrohlichen Anämie führen.

Weintrauben

Avocado

Ursache: Das in Fruchtfleisch und Kern enthaltene Persin wirkt sich schädlich auf die Herzmuskulatur aus. Dies kann bei einer Vergiftung zu Herzversagen und zur entzündung anderer Organe führen.
Die Herzmuskelschädigung ist irreversibel.

Symptome: Durchfall, Erbrechen, Husten, Atemnot, Herzfrequenz (beschelunigt), Ödeme (Brustbereich), Bauchwassersucht

Toxizität: Eine Avocadovergiftung endet meist tödlich. Eine genaue letale Dosis ist jedoch noch nicht bekannt.

Weintrauben

Schokolade, Kakao und alle koffeinhaltigen Lebensmittel

Ursache: Theobromin und Koffein sind Alkaloide, die sich von der chemischen Strucktur her kaum unterscheiden und somit eine sehr ähnliche Wirkung auf den tierischen Organismus haben. Sie können von Hunden nicht metabolisiert werden und bleiben daher bis zu 24 h im Blukreislauf erhalten.
Das Hauptalkaloid in Kakao ist Theobromin. Sein Gehalt in Schokolade steigt daher mit zunehmendem Kakaoanteil.

Symptome: Durchfall, Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Lähmungen, Bewusstseinsstörung bis hin zum Tod

Toxizität: Die tödliche Dosis liegt beim Hund bei 100mg Theobromin pro kg Körpergewicht.
Da der Kakaogehalt von Schokolade nach Sorte und Hersteller schwankt sind genaue angaben schwer zu geben, aber bei Milchschokolade können ca. 40 g pro kg Körpergewischt und bei Bitterschokolade bereits 6 g pro kg Körpergewicht tödlich sein.
Für einen Retriever von ca. 35 kg bedeutet das zum Beispiel ca. 2 Tafeln Zartbitterschokolade. Einen Chihuahua können hingegen bereits 2 Stückchen töten.

Weintrauben

Rohes Schweinefleisch

Ursache: Beim Verzehr von Schweinefleisch besteht für Hunde die Gefahr sich mit dem Aujetzki-Virus zu infizieren. Er ist ein für Menschen ungefährlicher Herpesvirus der aber bei Hunden und Katzen zu einer tödlichen Infektion führt.
Beim Verzehr von rohem Schweinefleisch das die Infektionsrisiko besonders hoch. Sicherheitshalber sollte man aber allgemein auf die Fütterung von Schweinefleisch verzichten.

Symptome: Die Inkubationszeit beträgt 2-9 Tage Appetitlosigkeit, erbrechen, würgen, speicheln, Unruhe, Mattigkeit, unsicherer Gang, Koordinationsschwierigkeiten der Gließmaßen, degeneration der Gehirnnerven, Wesensveränderungen, Fieber (-41°C), Schluckbeschwerden, verschiedene zentrale Störungen (ähnlich wie bei einer Tollwutinfektion, auch Pseudotollwut genannt), Lähmungen der Kopfmuskulatur, Tobsuchtsanfälle, Juckreiz (unstillbar), durch den heftigen nicht zu stillenden Juckreiz wird diese Erkrankung auch Juckseuche genannt. Atmung (heftiger), der Hund kann nicht mehr auf stehen, Bewusstlosigkeit, Tod Innerhalb 24-36 Stunden nach Auftreten der Symptome tritt der Tod des Hundes ein.

Toxizität: Eine Infektion verläuft in der Regel tödlich.

Weintrauben

Steinobst

Ursache: Die Kerne von Steinobst enthalten verschiedene Giftstoffe. Unbeschädigte Kerne sind unbedenklich, zerbissene jedoch setzen unter anderem Blausäure frei, die die Zellteilung blockiert.

Symptome: Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfe bis hin zum Tod.

Toxizität: Bei Kindern kann die Aufnahme von 10 Steinobstkernen tödlich verlaufen.

Die Liste der für Hunde schädlichen Lebens- und Genussmittel ist lang. Viele davon sind auch für den Menschen schädlich wie zum Beispiel Alkohol, Tabak, rohe Kartoffeln und Bohnen. Aber auch viele Nusssorten sind schädlich oder können wie beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.
Brokkoli schädigt bei übermäßigem Verzehr durch das enthaltene Isothiocyanat den Verdauungstrakt.

Auf der sichersten Seite ist man, wenn man Hunden keine menschliche Nahrung füttert und auch keine Dinge mit unbekannter Wirkung.
Und im Zweifelsfall gilt: lieber einmal zu oft den Tierarzt aufsuchen, als einmal zu wenig.

Giftige Garten- und Zimmerpflanzen

Viele allgegenwertige Gartenpflanzen sind für Hunde hochgiftig. besonders wenn man sich einen Welpen ins Haus holt sollte man seinen Garten einmal gründlich auf Giftpflanzen inspizieren, so dass das tägliche Tollen und die Erkundungstouren des neuen Heims auch gefahrlos verlaufen. Junge Hunde schnappen schließlich gerne einmal spielerisch nach einem Blatt oder nagen an einer Wurzel herum. Zudem sind sie durch ihr geringes Körpergewicht besonders gefährdet.

Eine Zusammenstellung giftiger Garten- und Zimmerpflanzen finden Sie hier auf der Seite "Botanikus"

Giftpflanzen

Spezialisierte Tierärzte

Der DRC bietet auf seiner Homepage eine Auflistung von spezialisierten Tierärzten, die für bestimmte (zuchtrelevante) Untersuchungen zugelassen sind.

Unter folgendem Link finden Sie Augenärzte, Kardiologen und Neurologen → weiter

Notrufnummern

Giftnotrufzentrale Baden-Württemberg
Informationzentrale für Vergiftungen Universitätskinderklinik Freiburg
Mathildenstr. 1
79106 Freiburg
Telefon: 0761/ 19 240
Telefon: 0761/ 270 4361 (24 Stunden besetzt)
Fax: 0761/ 270 44 57

Tierärztlicher Notdienst
für Fellbach, Waiblingen, Weinstadt, Winnenden, Kernen, Remshalden, Schwaikheim, Backnang, Schorndorf und Urbach
Tel. 07000-tiernot bzw. 07000-8437668

Notdienst Tierrettung / Tierambulanz / ambulanter Tierfahrdienst
Gesamter Rems-Murr-Kreis einschließlich Fellbach und Bad Cannstatt, Kreis Esslingen/Nürtingen/Göppingen
24h Notruf: 01 77 - 35 90 902

Tierärzte Notdienst Stuttgart (auch Fellbach): 7657477

Deutschlandweiter Tiernotruf (24 h erreichbar)
Notruf-Nummer 0700 - 952 952 95 oder 01578 - 49 952 95