Bericht 18. Veteranen Cup 2017

18. Veteranen Cup 2017 am 25. März im Raum Backnang

– Bericht aus Sicht von Stefan mit Pinnu –

Ich starte mit Pinnu, meinen Showlabrador, schon seit 2008 aktiv auf Workingtests. Als ich die Ausschreibung für den Veteranen Cup 2017 gesehen habe und sie so nett und treffend formuliert war, stand für mich sofort fest, dass ich mit Pinnu seinen letzten offiziellen Workingtest bestreiten
wollte.

So sind wir also am 25. März in Backnang erschienen und haben viele bekannte Gesichter getroffen. Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns, blauer Himmel, Sonne und eine gute Portion kühler Wind für die „erfahrenen“ Hunde. Bevor es offiziell losging, hatte sich die Bezirksgruppe etwas besonders einfallen lassen. Alle Teams wurden liebevoll von Andrea Seitz fotografisch in Szene gesetzt. Dabei sind wundervolle Erinnerungen entstanden, vielen Dank dafür. Die Begrüßung war sehr herzlich, mit guter Laune, Leckerlis für Hund und Mensch, Prosecco und einer musikalischen Darbietung der Alphornbläser der Posaunengruppe Backnang. Die Eröffnung durch Petra und die anschließenden Worte der Richter, Anja Helber, Detlef Henrich und Stephan Steidl zeigten gleich, das der Workingtest mit den „Grauschnauzen“ etwas Besonderes ist und der Wettbewerbsgedanke nicht im Vordergrund steht.

Dann ging es los und der Blick in die sehr erfahrenen Hundeaugen zeigte sofort, sie wissen was die Stunde geschlagen hat, aber alles ging sehr ruhig und sehr gelassen ab. Ein kleiner Spaziergang zu den Stationen war die richtige Aufwärmung. Insgesamt warteten 6 Aufgaben für die Senioren, alle sehr abwechslungsreich und jeweils angepasst für Ü8 und Ü10.

Aufgabe 5 – Anja Helber – beschossenes Blind
Mit Pinnu ging es für uns bei Aufgabe 5 bei Anja Helber los. Hundeführer und Hund stehen auf einem Weg, rechts daneben ist ein See. Es fällt eine Markierung mit Schuss rechts ins Wasser. Dieser Dummy ist an einer Schnur befestig und wird wieder langsam ans Land gezogen und vom Werfer herausgenommen. Die Blicke der Senioren waren teilweise sehr erstaunt. Dann wurde ein Stück von uns entfernt ein Schuss vor uns abgegeben, dort war nach Freigabe ein beschossenes Blind (ca. 40 bis 55 Meter) zu holen, dabei mussten die Hunde am Wasserdummy samt Helfer vorbei. Die Ü10 durften vor der Übung ca. 15 Meter näher ans Blind.

Aufgabe 6 – Anja Helber – Doppelmarkierung
Wir standen wieder direkt am Wasser, welches diesmal links von uns war. Es wurde eine Markierung von rechts nach links direkt ans Eck eines kleinen Waldes geworfen, Entfernung vielleicht ca. 60 Meter. Nach kurzer Wartezeit wurde eine 2. Markierung von links nach rechts auf einen Hang geworfen, Entfernung ca. 60 Meter. Auch hier starteten die Ü10 etwas weiter vorn, nach Freigabe durfte die Reihenfolge der Markierungen frei gewählt werden.

Aufgabe 1 – Detlef Henrich – Suche im Team
Bei Detlef wurden beide Aufgaben im Team gearbeitet, immer ein Ü8 und ein Ü10 Team. Das Suchengebiet umfasste vielleicht ca. 15 Meter x 10 Meter, es war reines totes Gras. Im Gebiet lagen insgesamt 10 Dummies und jedes Team sollte 2 bringen. Starten durfte immer der Ü8 Hund, danach der Ü10. Dieser durfte entscheiden ob er gleich wie der schickt oder der Ü8 vorher nochmal geht.

Aufgabe 2 – Detlef Henrich – 2er Walk Up
Hier war die Teamzusammenstellung genauso, wie bei Aufgabe 1. Der Walk Up fand auf einer Wiese statt. Nach ein paar Metern wurde links auf Höhe der Line in einem Hang (Wald) eine Markierung mit Schuss geworfen. Danach ging es weiter, ein paar Schritte, dann wieder eine Markierung links im Wald, an gleicher Stelle. Nachdem das Dummy lag, marschierten wir nochmals ein paar Meter. Gleiches Spiel, Schuss und Markierung, gleiche Stelle wie am Anfang. Weiter im Walk Up, dann wurde eine beschossene Markierung vor uns in der Line geworfen, ca. 40 Meter. Nach Freigabe, wurde der Ü10 Hund umgedreht und auf eine der 3 ersten Markierungen geschickt. Nach der Abgabe durfte der Ü8 Hund die Markierung vor der Line arbeiten. Danach ging es wieder ein paar Meter vorwärts, wieder eine Markierung ca. 30 Meter vor uns. Jetzt ging zuerst der Ü8 Hund auf eine der ersten Markierung, danach der Ü10 auf die Markierung vor der Line. Hier hat Pinnu seine Meisterleistung für diesen Tag abgelegt und ist perfekt Fuß gelaufen und die ganze Aufgabe sehr konzentriert gewesen und hat sehr gut gearbeitet, volle 20 Punkte 🙂

Aufgabe 3 – Stephan Steidl– verdecktes Mark und Blind
Die Ü10 Hunde haben hier in eine andere Richtung wie die Ü8 Hunde gearbeitet. Wir standen auf einer Wiese Richtung eines Hangs (Wald). Es wurde eine Markierung hinter dem Wald auf ein Plateau (Wiese) geworfen. Nach Freigabe durfte geschickt werden, Entfernung Ü10 vielleicht 35 Meter. Danach sollte ein Blind gearbeitet werden. Dieses lag etwas weiter links im Hang (Wald), vielleicht ca. 40 Grad im Vergleich zum Laufweg der 1. Markierung. Hier hatte ich schon gemerkt, das Pinnu wirklich mit den Kräften kämpfen musste. Die Ü8 Hunde hatte eine ähnliche Aufgabe, bloß das die Entfernung zur Markierung vielleicht 60 Meter waren und das Blind etwas weiter Rechts zum Laufweg der Markierung auch im Wald lag.

Aufgabe 4 – Stephan Steidl – Doppelmarkierung kurz und lang
Da Pinnu schon müde war, hatte Stephan uns vorgeschlagen als Erster unserer Startgruppe die Aufgabe zu arbeiten. Wir standen auf einem kleinen Plateau, weiter unten in ca. 45 Meter wurde eine Markierung geworfen, schwer für die Hunde durch den Hang zu sehen. Danach die kurze Markierung, die etwas weiter rechts in Bewuchs fiel, vielleicht 10 bis 15 Meter kürzer. Nach Freigabe war die Reihenfolge egal. Hier hat Pinnu nochmal alles rausgeholt und die Aufgabe sehr gut gelöst. Den Unterschied von den Ü8 Hunden habe ich leider nicht mitbekommen, da ich mit Pinnu zurück zum Auto bin.

Es war einfach ein wunderschöner Tag mit meinem Veteran, er hat den ganzen Tag super durchgehalten, freudig gearbeitet und den Tag in vollen Zügen genossen. Ich hätte nicht damit gerechnet, da wir nicht viel trainiert haben. Er erwischte einen perfekten Tag und durch die bekannte Atmosphäre hat er alle Kräfte mobilisiert.

Die sehr gute Stimmung unter den Teilnehmern und das Miteinander möchte ich besonders hervorheben, so macht ein Workingtest Spaß. Die Siegerehrung fand im Restaurant „Stadtblick“ in Backnang statt. Ich möchte den 3 Platzierten und allen anderen Teilnehmern herzlich gratulieren:
1. Susanne Philipp mit Golden Worker Best Tyson
2. Kristof Jebsen mit Whispering Wind Flying Flapjack
3. Bernd Janich mit Blackthorn Enki

Als Überraschung wurde auch der älteste Hund beschenkt, Pinnu war mit 2004er Jahrgang der älteste Hund. Das er in diesem Alter noch gut mithalten kann, freut mich besonders, auch nach demWorkingtest hat er keinerlei Probleme. Stephan Steidl ergriff nochmals das Wort und die Richter hatte sich entschieden gerne einen Judges Choise zu verkünden. Er sagte „Ein Hund der ihm Pipi in den Augen machte“ und es wurde wieder unsere Startnummer aufgerufen…Wahnsinn☺. Somit hat Pinnu in seinem letzten offiziellen Workingtest diese besondere Ehrung bekommen, einfach ein wunderbarer Abschluss und ich bin sehr stolz auf ihn.

Dabei bleibt „nur“ noch ein großes Dankeschön an die Helfer, die Bezirksgruppe, den Richtern und natürlich den Sponsoren auszusprechen. Ein Veteranen Cup der im Gedächtnis bleibt.